Zecken können Ihren Hund oder Ihre Katze stark beeinträchtigen: Heftige Schwellungen sind noch harmlose Symptome. Richtig gefährlich wird es, wenn die Zecke zum Überträger von Krankheiten wird.
Bei einem Verdacht sollte umgehend der Tierarzt aufgesucht werden!
Zecken können folgende Krankheiten übertragen:
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Borreliose (Borrelia burgdorferi)
Die Borreliose kommt hauptsächlich beim Hund vor. Symptome: Lahmheit, Fieber, Appetitverlust, Erschöpfung und Lymphknotenschwellung.
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Ehrlichiose (Ehrlichia phagocytophila und Canine Ehrlichiose)
Über das Auftreten der Ehrlichiose bei Katzen ist wenig bekannt, Hunde sind von dieser Erkrankung häufiger betroffen. Symptome: Fieber, Apathie, neurologische Symptome, Lahmheit, geschwollene Gelenke, Gewichts- und Appetitverlust.
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Babesiose
Diese gefährliche Krankheit betrifft nur Hunde. Unbehandelt endet sie meist innerhalb weniger Tage tödlich. Aufgrund des akuten Verlaufs sind eine schnelle Diagnose und sofortige Behandlung erforderlich. Symptome: Fieber, Fressunlust, Gewichtsverlust bis hin zum Tod durch Atemnot und Nierenversagen.
Besonders aktiv sind Zecken im Frühjahr und im Herbst. Je milder das Frühjahr und je wärmer der Herbst, umso länger ist auch die Zeckensaison. Lange Winter, ein kalter Frühling und ein heißer, trockener Sommer dämmen die Aktivität von Zecken dagegen ein.
Zecken können mehrere Jahre leben. Der Gemeine Holzbock ist eine der in Deutschland vorkommenden so genannten „dreiwirtigen” Zeckenarten, deren Lebenszyklus sich hauptsächlich in der Laubschicht des Waldbodens abspielt. Für jedes Entwicklungsstadium benötigt die Zecke jeweils eine Blutmahlzeit – nur so kann sie die nächste Entwicklungsstufe erreichen.
Zecken legen ihre Eier in dichter Vegetation ab. Ein erwachsenes Weibchen kann innerhalb von 30 Tagen etwa 3.000 Eier legen. Nach der Eiablage stirbt es.
Nach dem Schlupf passen die Larven ihren Wirt für die erste Blutmahlzeit ab: Sie heften sich an ihrem Wirtstier fest und bohren sich in die Haut des Tieres, um Blut zu saugen.
Nach der ersten Blutmahlzeit fallen die Larven zu Boden und häuten sich zur Nymphe. Bis sie den nächsten Wirt aufsuchen, können sie bis zum nächsten Jahr ausharren. Da Nymphen nur die Größe eines Stecknadelkopfes besitzen, bleiben sie am Tier oft unentdeckt – die Gefahr einer Krankheitsübertragung ist daher besonders groß.
Nach der zweiten Blutmahlzeit häuten sich die Nymphen zur adulten Zecke. Auch die adulte Zecke kann bis zum nächsten Jahr warten, bis sie den dritten Wirt aufsucht. Adulte Zeckenweibchen saugen 8 bis 12 Tage Blut und können dabei bis zu 11 mm groß werden. Die sehr viel kleineren Männchen saugen kaum oder gar nicht und sterben nach der Begattung. Nachdem das Weibchen ausgiebig Blut aufgenommen hat, fällt es zu Boden und beginnt mit der Eiablage.
Ein Befall mit Zecken ist leicht zu erkennen. Die mehr oder weniger voll gesaugten Zecken sind mit Ihren Mundwerkzeugen an der Haut der Tiere fixiert und werden so im Fell aufgefunden. Unter Umständen können auch direkt nach einem Spaziergang noch kleine, ungesaugte Zecken direkt auf dem Fell gesehen werden.